„Wir sollten niemals aus den Augen verlieren, dass der Weg zur Tyrannei mit der Zerstörung der Wahrheit beginnt.“ (Zitat: William Clinton)
„Religion wird zunehmend Gegenstand politischer Auseinandersetzungen – in einem Maße, das sich im säkularisierten Westen kaum mehr jemand so recht vorstellen konnte. In der Frage des Umgangs unserer Gesellschaft mit kulturellen Unterschieden, in der Diskussion über Werte oder als Faktor vieler internationaler Konflikte spielen Religionen eine zentrale Rolle. Umstritten ist, ob es jenseits der Politisierung von Glaubensinhalten eine echte Wiederbelebung des Religiösen gibt.
Über Jahrzehnte befanden sich Glaube und Religion in der Defensive. Das öffentliche Reden über Gott war ‚out’. Spätestens seit Herbert Grönemeyers neuestem Song haben es alle gemerkt: Religion und Gott gehören wieder zum Mainstream der Gesellschaft. Vom Aussterben der Religion spricht niemand mehr, obwohl sich religiöse Vorstellungen gesellschaftlich sehr unterschiedlich artikulieren.
…Europa erlebt – wenn auch zögerlich – eine genuine (echte) Renaissance der Religion. Gleichwohl schwindet die Bindung der Menschen an religiöse Institutionen, insbesondere an die großen Kirchen. Wie wichtig die Bindekraft der Religion für eine demokratisch verfasste Gesellschaft ist, hat der ehemalige Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde so formuliert: Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebe von Voraus- setzungen, die er selbst nicht garantieren könne.“
» Zitat: http://www.bpb.de/themen/Z5YLJG,0,0,Religion_und_Gesellschaft.html
Seit Beginn der Neuzeit gibt es viele Spaltungen innerhalb der verschiedenen Glaubensrichtungen und der Gesellschaft selbst. Einige Menschen bezeichnen sich als Gläubige, andere als Atheisten oder Agnostiker und leben nach ihrer eigenen Philosophie oder Ideologie. Die Weltbilder haben sich inzwischen unüberschaubar vermehrt und sind längst nicht mehr unter den Oberbegriff „Religion“ zusammenzufassen.
„Modernisierung und Moderne höhlten die Religion offenbar aus, sie erschien als dunkles Relikt der Vergangenheit. In der politischen Arena trat die Ideologie an die Stelle der Religion. Menschen, Regierungen, soziale Bewegungen definierten sich durch die Identifikation mit einer der großen Ideologien: Liberalismus, Sozialismus, Kommunismus, Faschismus, Autoritarismus, Korporativismus, Demokratie. Diese Ideologien beherrschten die politische Debatte, prägten innerstaatliche und internationale Allianzen und Konflikte und lieferten Modelle für die Organisation der Staaten.“
» Quelle: http://www.cicero.de/97.php?ress_id=1&item=731
Dies trifft vor allem auf die westlichen Industriestaaten zu, in denen durch die Modernisierung und den Rationalismus kein Platz für den Glauben an das Übernatürliche zu sein scheint. Eine Folge dessen ist die Säkularisierung.
Gegenläufig sind Entwickelungen zu beobachten, wie beispielsweise die schleichende Islamisierung Europas und im Gegenzug die gesellschaftspolitischen und missionarischen Aktivitäten vieler evangelikaler Christen.
Religion gewinnt auf der ganzen Welt wieder an Bedeutung.

